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Zebrastreifen Kreuzung Kierschitzweg-Raffineriestraße


By Gast - Posted on 13 September 2010

Seit Jahren fahre ich mit dem Rad von Stadlau kommend über Kanalstraße – Kierschitzweg in Richtung Donauinsel. Der Kierschitzweg ist für radfahren gegen die Einbahn freigegeben. Bis zum vergangenen Winter befand sich im Bereich der Kreuzung Kierschitzweg/Raffinereistraße ein Zebrastreifen, der – dank einiger einsichtiger Autofahrer - ein halbwegs gefahrloses Queren der stark befahrenen Raffineriestraße auch mit dem Fahrrad ermöglich hat.
 
Seit dem heurigen Frühjahr ist damit Schluss, der Zebrastreifen ist verschwunden! Ich habe mich in dieser Angelegenheit auch an die „donaustädter bezirkszeitung“ gewandt, die in Ausgabe 8/2010, Seite 3, die Begründung der zuständigen MA 46 abgedruckt hat: Darin wird auf die fehlende Befestigung und fehlende Beleuchtung im Bereich der Kreuzung verwiesen und die Möglichkeit, die Raffineriestraße auf Höhe Biberhaufenweg zu queren, als Alternative genannt. Erscheint mir schon die Logik unverständlich, eine unbefriedigende Situation dadurch zu „lösen“, dass man sie für Fußgänger und Radfahrer weiter verschlechtert, so kann ich die angebotene Alternative wohl nur als blanken Zynismus verstehen.
 
Zur Veranschaulichung zwei Bilder: Beide Bilder zeigen das starke Verkehrsaufkommen auf der Raffineriestraße, übrigens häufig Schwerfahrzeuge und Tankwagen zum und vom Tanklager Lobau. An die 50 km/h-Beschränkung hält sich dort praktisch niemand. Im Bereich der Kreuzung hat die Linie 91 A eine Station. Möchte man den Übergang auf Höhe Biberhaufenweg als Alternative benutzen, so hat man das „Vergnügen“, im starken Verkehr auf der engen Fahrbahn (es gibt keinen Gehsteig!) eine Wanderung von rund 1 km Länge zurück zu legen!
Blick vom Hubertusdamm zur Raffineriestraße in Richtung Kierschitzweg (der Kierschitzweg verläuft von der Raffineriestraße abwärts, der rote Pfeil zeigt seine ungefähre Einmündung). Rechts ist die Haltestelle des 91 A zu erkennen, die stadtauswärtige Station befindet sich ungefähr am Standort, von wo aus das Foto aufgenommen wurde.
 
Blick von der Einmündung des Kierschitzwegs zur Raffineriestraße in Richtung Biberhaufenweg.
 
Die Beseitigung des Zebrastreifens gefährdet Fußgänger und Radfahrer, die die Raffineriestraße in diesem Bereich queren wollen, sowie die Benutzer der Station Kierschitzweg der Linie 91 A. Neben der Wiederherstellung des Zebrastreifens möchte ich die Markierung eines Übergangs für Radfahrer dringend anregen!

Die Logik des Wiener Magistrates ist oftmals nicht nachvollziehbar, so auch in diesem Fall. Dass "Schutzwege" leider Gottes oftmals nicht den Schutz gewähren, der eigentlich vom Gesetzgeber gewünscht wird, ist ja durch einige Studien belegt. Dass aber vom Wiener Magistrat dann als "Verbesserung" ein Schutzweg gänzlich aufgelassen wird, ist für mich völlig unverständlich  - ist aber leider kein Einzelfall.
Auch die Radfahrerüberfahrt des Radweges Anton Sattler-Gasse über die Franz-Loidl-Straße (knapp vor der Straße Obere Alte Donau)  wurde aufgelassen, die Blockmarkierungen auf der Fahrbahn der Franz-Loidl-Straße abgefräst und "Radweg-Ende"-Tafeln aufgestellt. Das alles in einer "30er"-Zone.
 
Eugen Mertins
 

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