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Fahrradweg in der Billrothstraße


By Gast - Posted on 16 September 2009

Hallo zusammen,

ich fahre seit einigen Wochen mit dem Fahrrad zur Arbeit und muß dabei die Billrothstraße im 19. Bezirk (ab S-Bahn Oberdöbling bis zur Hardtgasse) benutzen. Auf dieser Strecke gibt es leider keinen Fahrradstreifen, dafür aber viel Verkehr und mindestens zwei schwierige Kreuzungen (Billrothstraße/Silbergasse; Billrothstraße/Krottenbachstraße). Ich habe es bisher geschafft, die Strecke zwischen Silbergasse und Hardtgasse über Nebenstraßen umzufahren (Hofzeile,Vormosergasse, Pyrkergasse, Kreindlgasse), was Richtung Stadt gut funktioniert, Richtung 19. Bezirk aber durch einige Einbahnstrecken unterbrochen wird. Trotzdem habe ich noch mit der Kreuzung Billrothstraße/Silbergasse zu kämpfen und mit der Billrothstraße zwischen S-Bahn Oberdöbling und der o.g. Kreuzung. Es wundert mich, daß zumindest auf der Strecke kein Fahrradweg eingerichtet ist, zumal die Bürgersteige relativ breit sind und nur in den seltensten Fällen stark genutzt werden. Sehen Sie da eine Möglichkeit, die Behörden darüber anzusprechen? Sollte ein Fahrradweg in der Billrothstraße generell nicht möglich sein, ist es zumindest möglich, auf den Nebenstraßen im 19. Bezirk die Radfahrer von der Einbahnpflicht auszunehmen?

Hallo Gast,
danke für die ausführliche Routenbeschreibung. Gehsteigradwege findet die ARGUS keine gute Lösung weil es oft zu Konflikten mit den Fußgängern kommt und weil sie eine trügerische Sicherheit für die Radfahrer vorgaukeln, das Risiko aber bei Kreuzungen und Hauseingängen sehr hoch ist.
In Wien besteht die Möglichkeit Radfahren geben die Einbahn einrzurichten. Es muss mindestens eine Restfahrbahnbreite von 3,5 m vorhanden sein, nachdem die Parkspuren berücksicht worden sind. Schrägparker benötigen 4,0 m, Längsparker 2,0 m.
Habe mir die Einbahnen im Stadplan Wien angeschaut:
Hofzeile - Straßenbreite 7,8 m bei Hausnummer 5, 2 x Längsparker -> Restfahrbahnbreite 3,8 m, OK. Straßenbreite 5,6 m bei Hausnummer 6, 1 x Längsparker -> Restfahrbahnbreite 3,6 m, OK.
Vormosergasse - Straßenbreite 7 m, 2 x Längsparker -> Restfahrbahbreite 3,0 m. Geht leider nicht.
Pyrkergasse - gemessen im Stadplan 3,5 m, schaut OK aus.
Kreindlgasse - Straßenbreite 10,7 m bei Hausnummer 1A, Längsparker und Schrägparker -> Restfahrbahnbreite 4,7 m. Kein Problem. Straßenbreite 9 m bei Hausnummer 12 -> Restfahrbahnbreite 3,0 m -> geht so nicht, vielleicht könnte man die Schrägparker hier am Gehsteig geben.
Eine sehr gute Methode in Wien etwas zu erreichen (und viel besser, als wenn wir selber die Zuständigen ansprechen würden) ist das Anliegen beim Bürgerdienst einzureichen. Die ARGUS wird dann meistens zur Verhandlung eingeladen und wir können eure Anliegen unterstützen. Schlage vor, zuerst die Kreidlgasse und die Pyrkergase einzureichen weil sonst vielleicht alles wegen der Vormosergasse abgelehnt wird.
 

Hallo Herr Felczak,
vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Ich habe gerade den Bürgerdienst Wien über das Internetformular angeschrieben, mit der Bitte, die Einrichtung von Radfahren gegen die Einbahn in der Pyrkergasse und der Kreindlgasse zu überprüfen. Sobald ich was vom Bürgerdienst erfahre, werde ich die Informationen auch hier im Forum stellen.
Mir ist übrigens aufgafallen, daß im 19. Bezirk verhältnismäßig wenig Fahrradwege verfügbar sind (im Vergleich z.B. zum 2. Bezirk) und deutlich mehr Einbahnstraßen für Radfahren gegen die Einbahn geöffnet werden könnten. Bei Bedarf kann ich natürlich die Namen der Straßen nennen und, sollte die Einrichtung von Radfahren gegen die Einbahn halbwegs unproblematisch sein, wäre ich auch bereit, für diese Straßen einen Antrag zu stellen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie es beim Bürgeramt ankommt, wenn eine einzige Person ohne weiteres die Einrichtung von Radfahren gegen die Einbahn auf relativ vielen Straßen anfordert. Daher meine Bitte an Sie, ob Sie mir einen Tipp geben können,wie man das Bürgeramt am geschicktesten zu diesem Anliegen anspricht.
Mit freundlichen Grüßen
M. Mihai

Hallo M. Mihai,
Wie man in der Statistik unten sehen kann ist Döbling beim Radfahren gegen die Einbahn Schlusslicht: http://www.argus.or.at/sites/default/files/u5/wien_radf_einbahn_bezirk.pdf
Ich habe schon ein paar Ideen wie man weitermachen könnte aber ich möchte zuerst schauen wie die Verhandlung ausgeht.
Liebe Grüße
Andrzej Felczak
 

Hallo Herr Felczak,
ich habe auf meiner e-Mail relativ prompt folgende Antwort erhalten:
"In Beantwortung Ihrer E-Mail an den Bürgerdienst - welche an mich weitergeleitet worden ist - erlaube ich mir, Ihnen mitzuteilen, dass die Errichtung eines Radweges gegen die Einbahn in der Kreindlgasse leider nicht möglich ist, weil die Restfahrbahn im Bereich zwischen Gatterburggasse und Reithlegasse dies nicht zulässt.
 
In der Pyrkergasse sind im Bereich zwischen Billrothstraße und Kreindlgasse Schrägparkplätze verordnet, für die eine Rückstoßbreite von mindestens 3,50 m vorhanden sein muss."
 
Es scheint also doch langwieriger zu sein, als anfänglich vermutet. Wissen Sie vielleicht, ob die ARGUS von der Bezirksverwaltung des 19. Bezirks diesbezüglich informiert und ggf. zu Verhandlungen eingeladen wurde?
Soweit habe ich auf die e-Mail nicht reagiert. Laut Ihren Informationen hat ja die Fahrbahn der Pyrkergasse genau die vorgeschriebenen  3,50 m. Die Breite der Restfahrbahn in der Kreindlgasse mag zwar unter den vorgeschriebenen 3,50m liegen, die Lösung mit dem Umbau der Schrägparkplätze Richtung Bürgersteig wurde aber nicht mal angedeutet.
Ich bin selbstverständlich bereit, die Angelegenheit weiterhin zu verfolgen. Für weitere Fragen werde ich Ihnen über den Webmaster auch meine Kontaktdaten zuschicken.
Liebe Grüße
M. Mihai

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