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1. April 2010: Neue Superpraktikantin!?
Grüner Mantel statt rosa Krawatte: Wie aus gut unterrichteten Kreisen erst jetzt bekannt wird, soll es demnächst eine Stelle für eine Superpraktikantin bei Finanzminister Pröll geben, die mit absoluten Weisungsrechten ausgestattet werden soll und sich um die Umsetzung des seinerzeit von Pröll initiierten „Masterplan Radfahren“ kümmern muss. Ihr Umsetzungsrecht wird bis zum kleinsten Werkmeister reichen, wobei höherrangige Beamte und vor allem Lokalpolitiker wie Bürgermeister oder Bezirksvorsteher keinerlei Einspruchsrecht mehr haben!
Eingeweihte sehen das bereits als einen Vorgriff auf eine Reform des Bundesstaates und einen massiven Eingriff in die Länderrechte, als Vorbild diene dabei etwa das ziemlich zentralistisch regierte Frankreich. Freilich: Die Opposition schäumt: das käme doch der Idee eines „Grünen Diktators“ sehr nahe, wettern die Blauen...
Hintergrund: Die Radlobby ARGUS kritisiert schon seit längerer Zeit die mangelhafte und zögerliche Umsetzung etlicher guter Ideen des oben erwähnten „Masterplan Radfahren“, an der auch die Einrichtung eines bundesweiten Radverkehrskoordinator wenig geändert hätte.
Dass nun andere Verhältnisse einkehren sollen, wird u. a. auch von vielen unabhängigen Verkehrsfachleuten begrüßt; ganz abgesehen davon wird sich nun auch Verkehrsministerin Bures einen ordentlichen Schub geben müssen und demnächst die längst fällige StVO-Reform in Bezug auf den Radverkehr angehen – auch über die Köpfe der „alten Herren“ des ÖAMTC, die bis zuletzt ihre Zustimmung, z. B. zu einer Aufhebung der Radwegebenützungspflicht, verweigern.
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