You are here62% für RingRad-Spur! Problemstellenbau setzt sich aber fort.
62% für RingRad-Spur! Problemstellenbau setzt sich aber fort.
Der ORF Wien hat eine Online-Umfrage durchgeführt, die nach einer Interviewaussage von Gemeinderad Chorherr über “eine Ringspur für Radfahrer” nach der Akzeptanz dieser Idee fragte. Erstaunlich und positiv überraschend: Knapp 62% halten das “für eine vernünftge Idee”! Das ist ein eindeutiges Signal, über Vorschläge umsetzungsorientiert nachzudenken: RadfahrerInnen auf die Ringfahrbahn! Aber natürlich nur in Kombination mit Verkehrsberuhigung, KFZ-Spurenreduktion und einem gesamtheitlichen Verkehrsleitansatz, der die KFZ-Massen von der früheren Flaniermeile Ring fernhält. Denn die Problematik der geplanten Rad/Fuss-Konflikte am Ring dauert an: Dass selbst ambitionierte Teilverbesserungen nach Kurzem wieder zum Fußgängerkollisionsmix führen, zeigt der Umbau Schottentor.
Hier ist festgehalten, wie beinahe zwei Drittel der ORF-Wien-LeserInnen für eine moderne Mobilitätsänderung stimmte:

Ähnlich hatten schon die Befragten der RadpaRADe 2012 gestimmt, als die IGF nach deren Ideallösung für die Ringstraße gefragt hatte, wobei hier die Tendenz klar zum autofreien Ring ging:

ARGUS und IGF fassten diese Vorschläge zu einer gemeinsamen zentralen Forderung zusammen: Alltagsgerechte Radverkehrsführung ist nur möglich, wenn eine durchgängige Befahrung der Ringfahrbahn in beide Richtungen ermöglicht wird, also: Tempoberuhigte 30-km/h Gegenverkehrslösung mit integriertem Radverkehr und stark reduziertem KFZ-Verkehr.
Schottentor: Probleme der aktuellen Radwegeplanung offensichtlich
Denn dass eine Seperation des Rad- vom KFZverkehr auf Kosten der Fußgänger betrieben wird ist auch bei neuen Lösungen am Ring. offensichtlich. Leider, denn der Umbau an der vielbevölkerten Ecke zur Innenstadt, Uni und Jonasreindl ist vorbildlich, eine Fahrradstraße zum Vorzeigen. Leider nur kurz, denn bald folgt wieder ein enger Verschwenk in die Fußgängerallee und damit eine eingebaute Unfallstelle. Das zeigt schön diese Serie:

Hier ist die Radelwelt in Ordnung und die Konfliktzone gut gelöst.

Dann folgt der Schwenk in die Fussverkehrszone mit gefährlichem unmarkiertem Kreuzungspunkt.

Der zu schmale Radstreifen wird in die natürliche Gehrichtung der FussgängerInnen gelenkt…

… und diese findet sich (auch ohne Handy) schuldlos mitten im Radverkehr.

Erst nach Überwindung des unübersichtlichen Radstreifenschwenks wartet als Ziel die Ubahn-Treppe und damit das Ende eines Spießrutenlaufs, der für FussgängerInnen und RadfahrerInnen zu Gefahr und Ärgernis wird und genau das Klima der Gefährdung hervorruft, das zu Radrowdie-Debatten führt.
Der Grund für diese erneute Zusammsperren der unmotorisierten Verkehrsteilnehmer steht ein Stückchen weiter: Je 8 Parkplätze beidseitig verunmöglichen ein Lösung für Tausende RadlerInnen und FussgängerInnen! Denn was sonst könnte die Weiterführung der Radnebenfahrbahn verhindern?

Hier wurde ein große Chance vertan, wir fordern: Eine radgerechte Lösung ohne Fussgängerbedrohung! Und bald einen radfreundlichen Ring mit Fahrbahnlösung.
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