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Aktuelle Mediendarstellung der Rad-Unfallzahlen absolut unseriös
In den Medien kursieren in der letzen Zeit öfters Meldungen wie "Immer mehr Unfälle mit Radfahrern", wobei meistens mit dem Vorjahr verglichen wird. Ein einfacher Jahresvergleich erlaubt aufgrund von statistischen Schwankungen keine seriösen Schlussfolgerungen, vielmehr muss der Trend über einen längeren Zeitraum analysiert werden.
Die langfristige Entwicklung geht hier eindeutig in eine positive Richtung, wie die Grafik von IGF deutlich zeigt.

Auch die Zahlen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie zeigen ein stetig sinkendes Unfallrisiko beim Radfahren. In den letzten 10 Jahren ist das Unfallrisiko um 30-40% gesunken bei gleichzeitig steigendem Radverkehr. Damit wird auch die Studie von P.L. Jacobsen 2007 "Safety in numbers" bestens bestätigt: Mehr Radfahrer auf der Straße werden besser wahrgenommen, die Autofahrer stellen sich darauf ein und es wird für jeden einzelnen Radfahrer sicherer.

Zeitungskommentare bescheinigen einen Zusammenhang zwischen dem "undisziplinierten Verhalten" der Radfahrer und den gestiegenen Unfallzahlen. Wir meinen, dass die derzeitige Datenerhebung und -analyse zu wenig detailliert und umfangreich ist, um seriöse Aussagen über die Unfallursachen treffen zu können. Die zuständigen Stellen fordern wir auf, die Qualität der Erhebung und der Analyse zu erhöhen und die Ergebnisse zwecks einer seriösen Diskussion öffentlich verfügbar zu machen.
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