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Die neue Westbahn
Seit Sonntag, den 11. Dezember 2011 fährt die neue „Westbahn“ mit sieben Doppelstockzügen der Schweizer Firma Stadler zwischen Wien und Salzburg fast stündlich hin und her....
Mit ARGUS-Augen:
Die Fahrradkarte auf der neuen "Westbahn" mit 5 Euro ist einfach nicht gut durchdacht und viel zu teuer! Beispiel: Von Wien/West nach St. Pölten und retour kostet die Personenfahrkarte mit Vorteilscard bei den ÖBB 11 Euro, die Fahrradtageskarte 2,50 Euro, in Summe 13,50 Euro.
Bei der "Westbahn" ebenfalls 11 Euro (weil man mit den ÖBB gleichzieht), aber 10 Euro für das Fahrrad!? In Summe 21 Euro!
Während die ÖBB Fahrradkarte um 2,50 Euro (bzw. 5 Euro für Nicht-VC-Besitzer) eine Tageskarte ist, gilt das 5 Euro Ticket auf der Westbahn nur für eine Strecke!
Kein Grund also als VorteilscardbesitzerIn mit der „Westbahn“ zu fahren..!?

Fahrradbereich
Außerdem: Die Mehrzweckabteile der ÖBB- Garnituren sind viel bequemer zu nutzen: In den Stadler-Garnituren muss erst eine Zwischenablage eines eigentlich für Koffer und Trolleys gedachten Aufbewahrungsbereiches heruntergeklappt werden! Probleme kann das ergeben, wenn Fahrgäste ihre Koffer etwa in der Mittelablage absperren und damit das Herunterklappen des Faches verhindern oder wenn bloß am Boden Koffer stehen.
Zur Lösung solcher Probleme werden aber dann die 6 ZugbegleiterInnen (je Wagen eine Person) herhalten müssen...
Nach den ursprünglichen Ankündigungen der „Westbahn“ den Fahrradtransport betreffend, hätte man sich schon eine praxisnähere Lösung vorgestellt... so wurden aber die ersten Erwartungen eigentlich enttäuscht.
Böse Zungen behaupten, wie man den von dem Führungs-“Tandem“ Wehinger/ Forster besonders gute Fahrrad-Lösungen erwarten könne, seien doch die beiden Herren zumindest mit Schuld, dass in den "Railjets" von Anfang an kein Fahrradtransport vorgesehen wurde! Die Ignoranz eines entsprechenden Beschlusses des EU-Parlamentes in allen grenzüberschreitenden, schnellen Zügen „Mehrzweckabteile" vorzusehen, hat natürlich auch die Politik mit zu verantworten.
Vielleicht wird aber nachträglich umgebaut - um viel Geld, wie es bei den "vergessenen" Behinderten-WCs in den "Wiesel"-Zügen der Fall ist!

Behindertenbereich
Zitate
Kurier:
„Die Mitnahme eines Fahrrads wird faire 5 € kosten.“
Quelle: http://kurier.at/nachrichten/4477373-erste-ausfahrt-mit-der-westbahn.php
ORF:
„Zudem hat sich Westbahn verpflichtet, Tickets jeweils zur Hälfte des ÖBB-Preises anzubieten.“
Quelle: http://orf.at/stories/2093840/2093881/ http://orf.at/stories/2093840/2093881/
Kurier:
Frage an ÖBB/ Westbahn-Chefs: Was kostet ein Hundeticket von Wien nach Salzburg?
Kern (ÖBB):
Meine Hundeexpertise ist begrenzt. Wir haben zwei Hasen, die fahren gratis. Ich schätze: 15 Euro. (ÖBB-Tagesticket für einen Hund: 2,90 Euro, Anm.)
Wehinger (Westbahn):
Für Hunde in Boxen nichts. Für die an der Leine fünf Euro.
Quelle: http://kurier.at/wirtschaft/w-unternehmen/4477152-26-fragen-an-die-bahnbosse.php
Von der Webseite der “Westbahn”:
Dr. Erich Forster, kaufmännischer Direktor, in der Selbstdarstellung:
"Zeit für die Familie – und, einfach auch mal sinnlos mit dem Auto spazieren fahren - relax"
Quelle: www.westbahn.at
Kontakt zur „Westbahn“
meinenachricht@westbahn.at

Raucherbereich
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So hätte das ausgesehen, wenn das einfach aus der Schweiz, ganz ohne Planungskosten, übernommen worden wäre.
Siehe das Video
Ein Rundgang durch die neue S-Bahn mit dem Präsident von Pro Bahn, Edwin Dutler.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Spuhler-In-sterreich-ist-dieser-Zug-ein-Intercity/story/14553166
2,50€ Für eine Fahrradttageskarte gilt nur für ÖBB- Regionalzüge.
die Westbahn zählt nicht als langsamer Regionalzug sondern als Inter City-Zug.
Die Öbb verlangt ebenfalls 5€ ermäßigt / 10€ normal für den Radtransport in IC-Zügen.
http://www.oebb.at/de/Reiseplanung/PKW_Motor-_und_Fahrrad/Fahrrad-Mitnahme/Intercity-Biking/index.jsp
Auf der Weststrecke kann man zwar durchaus mit Regionalzügen von Wien nach St. Pölten fahren, aber schneller geht halt nur mit IC- Zügen (auch Westbahn) und da wird nun mal mehr für den Radtransport verlangt.
Auch wenn ich eine ÖBB-VC habe, nehme ich durchaus auch je nach Bedarf und Möglichkeit die Westbahn. Kostet ja eh das selbe (fast).
Allgemein läßt die Auslastung der Westbahn reichlich zu wünschen übrig. Um 20% weniger Einnahmen, und das, obwohl entgegen den ursprünglichen Plänen die Züge weniger im Fernverkehr, sondern durch die Integration in die Verkehrsverbünde im Regionalbereich frequentiert werden.
Wann immer ich auch einen Westbahn-Zug gesehen habe, es war nie jemand mit Fahrrad drin. Das kann Zufall sein, aber eines gibt doch zu denken: Vorn vorne herein wurden die RadfahrerInnen durch eine absurde Reservierungspflicht abgewehrt. Das hat sich rasch rumgesprochen. die Westbahn hat keine Fahrkartenschalter, aber wer hätte unterwegs übers Internet eine Radkarte mit Reservierung, selbstverständlich nur mit Kreditkarte, lösen können?
Also blieben die Leute weg. Jetzt wird die Reservierung nur mehr empfohlen, aber bis sich das herumspricht wird es Jahre dauern.
Außerdem hat die Westbahn extra Züge aus der Schweiz gekauft, nur um dann nach eigenen wünschen die Radmitnahme so blöd zu gestalten, dass sich jeder denken kann: Wenn das ein gutes Angebot ist, dann kann ich eh nur mit Schwierigkeiten mitfahren, weil alles immer voll ist. Und wenn es ein schlechtes Angebot ist, dann ist eh alles klar, warum keiner mitfährt. Es hätte die Westbahn absolut nichts gekostet, wenn sie fix und fertige Radabteile mit den Zügen bei den Schweizern bestellt hätten. Stattdessen diesen Schmalspur-Klapp-Scheissdreck.
Folglich fährt kaum jemand mit. Geschieht denen recht. Warum nehmen sie in die Marketingabteilungen auch immer nur irgendwelche autfahrenden BetriebswirtschaftlerInnen, die von nichts eine Ahnung haben. Wie wärs mal mit Anforderungsprofil "AlltagsradfahrerIn mit Radurlaubserfahrung in öffentlichen Verkehrsmitteln"?
Naiv genug hätte ich eigentlich eine deutliche Verbesserung im Fahrradtransport per Bahn erwartet. Dass das immer so schwierig ist!
1060 Wien