You are hereSchnee von Gestern, Salz von Morgen?
Schnee von Gestern, Salz von Morgen?
Salzstreuen ist nicht nur Fußgängern – ob mit oder ohne Hund – ein Gräuel, auch jene Radler, die – meistens im täglichen Kurzstreckenverkehr– noch mit verchromten Stahlfelgen unterwegs sind, können ein "Lied singen", die Beschädigung der Felgen betreffend. Den moderner ausgerüsteten Fahrrädern geht es nicht viel besser, hinterlässt doch der „Salz-Gatsch“ oft genug deutliche Spuren...
Nachdem bereits vor Wochen in der "Kronenzeitung" kritische Worte über das auch in Wien häufig geübte "Salzstreuen" laut wurden, gab es jetzt, das Land Tirol betreffend, ein OGH-Urteil: ein Hausbesitzer bekommt 13.000 Euro Schadenersatz für die Renovierung seiner Hausfassade, die durch den "Salz-Gatsch" beschädigt wurde.
Durch den heuer außergewöhnlich langen Winter gibt es vor allem in NÖ zahlreiche Beschwerden: Hausfassaden, Eingangstore, Fenster sind oft über Kopfhöhe bespritzt worden... noch hat niemand den Gang zu Gericht getan.
Mit ARGUS-Augen: überall dort, wo Menschen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, gehörte auf das Salzstreuen verzichtet! Aber: Durch das Salzstreuen wird wieder einmal der "automobilen Gesellschaft" Rechnung getragen – ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer...
Eine Schneefahrbahn würde die Autofahrer zu geringerer Geschwindigkeit zwingen, daher sollte mehr auf "Schneeräumung" gesetzt werden. Schneefahrbahnen sind allemal besser, nur an "neuralgischen" Punkten, wie Steigungen, Kurven, Engstellen sollte Split gestreut werden... im übrigen gibt es in der STVO den § 20, der "Fahren auf Sicht" vorschreibt (gilt auch für den Radfahrenden!).
Um eine Erfahrung reicher ist, wer sich traut nach Finnland zum Langlaufen aufzubrechen, etwa im Bereich der Stadt Kuopio mit 90.000 Einwohnern, einem «nordischen Zentrum» und sich dort die Situation mit dem Element Schnee ansieht: Die Salz-Gatsch-Philosophie, wie hier zu Lande, gibt es dort nicht, dafür dominiert die Schneeräumung! Der heurige lange und schneereiche Winter, mit einigen wenigen Tauwetter-Tagen, lässt einen kritischen Vergleich durchaus zu: so wäre es sicher für «Mensch (Fußgänger) und Tier», so wie für das Radler-Volk in Stadt und Land durchaus nützlich gewesen ohne Salzstreuen aus zu kommen… (Foto Lotte Steiner)
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Das Salz braucht niemand. Ist lästig und ärgerlich, macht unschönen Gatsch und zerstört nicht nur Autos und Räder. Ein wirklich schöne weisse Schneedecke würde auch Wien gut stehen.Die Fahrweise wird einfach den Verhältnissen entsprechend angepasst.
Auch als autofahrer finde ich ds Salz in Wien äusserst nervig, es greift ja die Bremsscheiben an.
Als Radfahrer bin ich sowieso dagegen.