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Sinnvolle Maßnahmen statt Radrowdy-Diskussion
"Die aktuelle Verkehrsdebatte rund um Radlergesetzgebungen stellt eine schwere Missachtung der eigentlichen Verkehrssicherheitsprobleme in Österreich dar!“, sieht Radlobby Österreich, die Plattform der österreichischen Radlobbys, grobe Versäumnisse der Politik.
Verkehrsministerium und Landesregierungen sind hier gefordert, zwischen populistischer Scheindebatte und sachlich argumentierbaren, sinnvollen Schritten zu unterscheiden.
„International setzt sich die Meinung durch, dass eine Steigerung des Alltags-Radverkehrs zur Lösung der Probleme im Bereich Klimaschutz, Lebensqualität, Verkehr und Gesundheit maßgeblich beitragen wird. Dementsprechend konsequent werden auch Maßnahmen zur Förderung des Verkehrsmittels Fahrrad gesetzt und Schranken abgebaut. Hier wäre es dringend empfehlenswert dem globalen Trend zu folgen statt über populistische aber verkehrspolitisch wirkungslose Maßnahmen zu debattieren“ meint Andrzej Felczak, Vorsitzender von „ARGUS – die Radlobby“.
„Sowohl die offensichtliche Unverhältnismäßigkeit zwischen dem Gefährdungspotential durch Radfahrende und den geforderten Gesetzen als auch der dringend herbeizuführende Umschwung im Verkehrsverhalten der ÖsterreicherInnen macht radverkehrsförderliche Gesetze statt Radlerbashing notwendig!“ mahnt Alec Hager, Obmann der Radlobby IGF.
Jeder 10. Verkehrstote ist Opfer eines Auto-Alkoholunfalles!
Bei 2.200 jährlichen Verkehrsunfällen von alkoholisierten AutolenkerInnen, die zu schweren Verletzungen und Todesfällen führen, und insgesamt 45.000 Verkehrsverletzten sollte klar sein, wo verantwortungsbewusste PolitikerInnen für Verkehrssicherheit und die Polizeibehörden für Gesetzestreue sorgen müssen.
Zu den tatsächlich sinnvollen und für den Radverkehr gerechten gesetzlichen Maßnahmen
zählen:
- Benachteiligungen in der StVO entfernen! Kein Fahrbahnverbot mehr, Radwegbenützungspflicht aufheben, gefährdende Nachrangregelungen streichen.
- Anpassung von Strafhöhen an das Gefährdungspotential der Verkehrsmittel! Das bedeutet deutliche Senkung von Strafen bei allen Verkehrsdelikten durch RadlerInnen.
- Straßenverkehr radtauglich machen! Radfreundliche Infrastruktur ausbauen, Tempo in Ortsgebieten generell auf 30km/h senken und Fahrradstraßen im Gesetz verankern.
70 Prozent der Radler kritisieren Rücksichtslosigkeit durch KFZ!
Dieses Ergebnis einer brandneuen VCÖ-Befragung zeigt, dass das Verkehrsklima auf Österreichs Straßen vom KFZ-Verkehr massiv beeinträchtigt wird: So geben hier etwa
82 % der Wiener RadfahrerInnen an, mit zu wenig seitlichem Abstand überholt zu werden, und 63% der RadlerInnen wurden von telefonierenden AutofahrerInnen in eine gefährliche Situation gebracht.
Radlobby Österreich ist die Plattform von ARGUS, IG Fahrrad, Radlobby NÖ
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vom ÖAMTC bezüglich deren hauseigenen Verkehrsrowdies.
Einer der Hauptprotagonisten solcher Diskussionen über Radfahren, Verkehrsrowdytum und Nummertafelforderung ist der ÖAMTC. Aber deren Fahrzeuge haben ja zum Glück Nummerntafeln, hier ist eine davon: W-5822 GT, das ist ein Ableppwagen mit Pritsche.
Dieser Ableppwagen fuhr am Samstag den 1. Sept. um 16.10 Uhr auf dem Gürtel vom Westbahnhof kommend zum Urban-Loritz-Platz und bog dort nach links Richtung stadtauswärts (In Richtung Stadthalle) ab.
An dieser Stelle befindet sich auf Höhe Westbahnstrasse eine Radüberfahrt als Teil des Gürtelradweges, eindeutig markiert, aber sehr schmal und potentiell durch rücksichtslose Linksabbiegende gefährlich. Und W-5822 GT fühlte sich in seinem Lastwagen ziemlich sicher und als King of the Road.
Also bog W-5822 GT einfach ab, obwohl ich mit dem Rad knapp hinter ihm war und er laut STVO hätte stehen bleiben müssen. W-5822 GT blieb aber nicht stehen, erst als er durch FußgängerInnen in seiner freien Fahrt unüberwindlich behindert wurde tat er das. Und während er nunmehr wie eine Panzersperre quer über dem Radstreifen stand, stand ich die gesamte Grünphase mitten auf der Strasse und wartete. Dann waren die FußgängerInnen aus dem Weg, und als W-5822 GT endlich wegfuhr, war für mich bereits rot.
Das ist nicht das erste Mal, dass sich Fahrer des ÖAMTC so aufführen. Besonders beliebt ist bei diesen Typen auch, sich bei Panneneinsätzen mitten auf Gehsteige und Radwege zu stellen, bloß weil jemand der Saft in der Batterie ausgegangen ist und offensichtlich Parken in zweiter Spur Autos behindern würde. Einer dieser Querparker gab mir mal zur Antwort: "Das muß so sein. Sie werden das schon noch einsehen."
Hier haben wir es also mit offensichtlich rundum mustergültigem Verhalten zu tun, und die Nummerntafel trägt das ihrige dazu bei.
In diesem Sinne ist die Forderung von Organisationen wie dem ÖAMTC nach Nummerntafeln für Fahrräder mehr als verständlich.
und dabei Kennzeichen des Fahrzeuges, Örtlichkeit, Datum und Uhrzeit und eine Beschreibung der Situation/des Vorfalles und, wenn Vorhanden, ein Foto, mitsenden. Bitte auch ARGUS im CC - service@argus.or.at - setzen. Wir werden dann diese Situationen mit dem ÖAMTC besprechen.
Beste Grüße
Andrzej Felczak
Der ÖAMTC hat eine Darstellung erhalten, ist sich aber zu gut darauf zu antworten.
Protokoll:
Erhaltsbestätigung - Meldung eines Verkehrsproblems
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Sehr geehrter Herr Winter,
vielen Dank für Ihre Nachricht, die soeben beim ÖAMTC angekommen ist. Die Mitarbeiter des Clubs werden sich umgehend um die Erledigung Ihres Anliegens bemühen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr ÖAMTC
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Ihre Nachricht an uns vom 08.09.2012 17:10:41
Diese Verarschung aus Textbausteinen erreichte micht doch noch. Mit keinem Wort wird auf das Verhalten des Abschleppwagenfahrers eingegangen.
Bemerkenswert ist auch noch, dass das Mail nicht namentlich gekennzeichnet ist. Wie gesagt, das alles von einer Organisation, die permanent Forderungen nach Kennzeichen für RadfahrerInnen zur Identifizierung ausstößt. Hier nun das Original:
Der Qualitätsmaßstab, an dem der ÖAMTC und seine Mitarbeiter gemessen werden, umfasst neben dem gesamten Servicepaket auch optimale Kompetenz und Leistungsstärke. Hinzu kommt die Freude am direkten Kundenkontakt, die Begeisterung Menschen in Notsituationen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und die Bereitschaft das „gute Gefühl“ zu vermitteln. Regelmäßig stattfindende Mitarbeiter-Schulungen, Mitglieder-Zufriedenheitsanalysen mit entsprechenden Folgemaßnahmen oder die Umsetzung diverser Qualitätsmanagement-Konzepte sind nur einige Aktivitäten für die Erhaltung und Optimierung der Dienstleistungsqualität.
All diese Initiativen können jedoch leider nicht lückenlos verhindern, dass in Einzelfällen die mit Recht hohen Erwartungshaltungen an uns nicht immer vollständig erfüllt werden können. Wir dürfen Ihnen jedoch versichern, dass uns die Sicherheit bzw. das zügige Vorankommen der Radfahrer/innen sowie aller anderen Verkehrsteilnehmer besonders am Herzen liegen und der ÖAMTC es zu tiefst bedauert, sollte von einem Mitarbeiter die vorgeschriebene Verhaltensweise nicht eingehalten worden sein. Selbstverständlich hat sich absolut jeder Verkehrsteilnehmer an die gesetzlichen Vorschriften zu halten. Weiters möchten wir Ihnen mitteilen, dass diesbezügliche Reaktionen von Verkehrsteilnehmern als wichtiger Informationsinput sehr sensibel und penibel wahrgenommen werden, um Situationen dieser Art in Zukunft vermeiden zu können.
Bezüglich Ihrer Anregung unsere Pannenfahrer betreffend, dürfen wir anmerken, dass es leider immer wieder zu Situationen kommen kann, in welchen unsere Mitarbeiter nur mit größter Mühe eine Möglichkeit finden, die erforderliche Pannenhilfe bzw. eine erforderliche Abschleppung durchführen zu können. Wir möchten Ihnen aber versichern, dass unsere Mitarbeiter stets nach bestem Wissen und Gewissen bemüht sind, keinen Verkehrsteilnehmer, unabhängig davon ob Fußgänger, Rad-, Motorrad- oder Autofahrer zu behindern bzw. eine Pannenhilfe so schnell wie möglich abzuschließen. Wir bitten allerdings um Ihr Verständnis, dass leider in vereinzelten Fällen kurzzeitige Verkehrsbehinderungen nicht vollständig auszuschließen sind. Sollte es im Zuge einer Pannenhilfe daher zu einer Behinderung gekommen sein, wobei Sie den Eindruck erlangten, dass die Durchführung auch in einer weniger verkehrsbehindernden Form möglich gewesen wäre, können wir uns hierfür nur bei Ihnen in aller Form entschuldigen.
Wir hoffen sehr, dass wir Ihnen mit dieser Stellungnahme behilflich sein bzw. etwaige Missverständnisse aufklären konnten und wir Sie bereits bei der nächsten Möglichkeit wieder von der hohen ÖAMTC-Dienstleistungsqualität und dem hohen Servicestandard des Clubs überzeugen können.
Mit freundlichen Grüßen,
ÖAMTC Servicestelle und Qualitätsmanagement
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