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Ja zu einer verkehrsberuhigten, autobefreiten und radfreundlichen Mariahilfer Straße!
Mit dem Beginn der Bürgerbeteiligungstermine am 17.11. geht das Prestigeprojekt des ergrünten Verkehrsressorts der Stadt Wien in eine intensive Phase. Die Autofreie Mariahilfer Straße war schon im Wahlkampf ein großes Thema und wird in den nächsten 3 Jahren von Vizebürgermeisterin Vassilakou zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden müssen. Dabei werden nicht nur alle Beteiligten und NutzerInnen der „Mahü“ – also ganz Wien und noch mehr! – nach ihren Bedürfnissen befragt sondern dann auch Entscheidungen getroffen werden müssen, die nicht allen gerecht werden können – aber den Zielsetzungen der Verkehrsstadträtin gerecht werden müssen: Fußgängerfreundlich, autofrei, durchgängig beradelbar.
Die ARGUS tritt gemeinsam mit IGF klarerweise für die Interessen der RadfahrerInnen ein, jedoch mit dem großen Blick auf den unmotorisierten Verkehrsverbund: Die Mahü muss vorrangig zum Lebensraum werden für die zahlreichen flanierenden und shoppenden FußgängerInnen, und darüber hinaus bleiben was sie ohne KFZ-Staus schon lange wäre:
Eine direkte, sichere, zügige Radverbindung mit der Inneren Stadt!
Auf der staubefreiten Mariahilferstraße ist genug Platz für FußgängerInnen und RadfahrerInnen, auch wenn motorisierter Liefer- und Anrainerverkehr sicherzustellen ist und natürlich Öffis queren werden. Nach der Devise: „Je autofreier desto besser!“ muss sich die Planung für die Mahü daher an dem Ziel orientieren, eine zukunftsfähige beruhigte Zone für FußgängerInnen zu werden, die durch kluge Lenkungsmaßnahmen auch die Radverkehrsnutzung durchgängig sicherstellt.
Als Grundanforderungen an eine radfreundliche, verkehrsberuhigte Mariahilferstraße sehen wir:
- Flüssige Durchfahrt für Radverkehr (RV) ohne Unterbrechung in beide Richtungen von 2er-Linie bis Gürtel
- Vermeidung von Konfliktpunkten mit Fußverkehr durch geeignete planerische Maßnahmen
- Reduktion des Kraftfahrzeugverkehrs ausschließlich auf Anrainergaragenanfahrt, Öffis und Einsatzfahrzeuge sowie temporären Lieferverkehr
- Daher auch durchgängig parkplatzfrei
- Maximalgeschwindigkeit 30 km/h
- Weiterer Ausbau der Radabstellplätze
- Gestaltung der Querungsstellen nach Sicherheitsaspekten für Fuß- und Radverkehr
- Gesamtkonzept für die umliegenden Straßenzüge (v.a. Gumpendorfer, Burggasse, Lindengasse und Querstraßen) um dort keine PKW-Ausweichstaus zu erzeugen und auch dort gutes Funktionieren des RV sicherzustellen.
Nun liegen beim „Dialog Mariahilferstrasse“ drei Planungsvarianten vor. Sie bestehen aus einer Fuzo-Variante, einer Shared-Space-Variante und einem Mix aus beidem. Eine detaillierte Stellungnahme zu den Vorschlägen wird von uns im Laufe des Beteiligungsverfahrens erstellt werden, einige zentrale Bedenken lassen sich schon jetzt festhalten:
- Eine reine Fuzo wird den Vorgaben bezüglich Radverkehr nicht gerecht
- Eine durchgehende Fuzo mit einer RV-Erlaubnis in Schrittgeschwindigkeit bzw. ohne Lenkungsmaßnahmen wird zu Konflikten führen, die zu vermeiden sind.
- Separations-Lösungen von RV und Fuß-Verkehr müssen gut und innovativ durchdacht werden um Ringstraßen-Radweg-ähnliche Konfliktsituationen zu vermeiden.
- Shared Space ist auf kleineren Flächen und bei ungefähr gleicher Aufteilung aller Verkehrsteilnehmergruppen sinnvoll, jedoch nicht durchgehend auf der 1,5 km langen Mahü.
- Eine minimale Verkehrsberuhigung durch eine gegenläufige Einbahnlösung ohne KFZ-Reduktion wird ebenfalls den Vorgaben nicht gerecht – und ebenso wenig dem Bedürfnis nach deutlich mehr Lebensqualität auf der Mahü.
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