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Balloonbike Simplon "Kagu"


Jahr: 
2010
Ausgabe: 
2

Die Idee des Balloonbike gibt es schon fast 100 Jahre. Damals waren die Fahrräder mit den dicken Reifen jedoch schwer und sehr träge. 2001 brachte der bekannte Reifenhersteller Schwalbe seine Big Apple auf den Markt und löste damit einen neuen Trend zum Balloonbike aus. 

 

Denn dieser Reifen  rollt mit nur 2 bar wunderbar rund und  leicht wie ein Standardreifen und das mit voller Federungswirkung. Tatsächlich wird die Wirbelsäule mit 25% weniger Stößen belastet, besser ist nur ein Rad mit Vollfederung, das jedoch schwerer, wesentlich teurer, wartungsintensiver  und reparaturanfälliger ist. Natürliche Dämpfung statt aufwendiger Federung! Tests einer Sporthochschule zeigen, dass die Belastung durch Vibrationen und Schläge auf einem holprigen Untergrund um 36% geringer war, als auf einem Standardrad, während normale Federgabeln fast wirkungslos waren. Balloonbiker sind sicherer unterwegs: Die Kombination aus großer Lauffläche und Luftfederung ergibt eine bessere Bodenhaftung und somit effizientere Lenk- und Bremsaktionen. Natürlich sind Balloonreifen etwas schwerer als Standardreifen und erfordern beim Antreten oder schnellen Beschleunigen einen höheren Kraftaufwand. 
 
Das Balloonbike von Simplon ist das Kagu mit einem optisch sehr ansprechenden und sehr stabilen High-End Rahmen aus  7005 T6 Aluminium, wobei das Oberrohr und das Schrägrohr einen mandelförmigen Querschnitt aufweisen, was eine wesentlich höhere Seiten- und Verwindungssteifigkeit ergibt. Die Geometrie ist für eine optimale, komfortable Sitzposition ausgelegt und die gesamte Verarbeitung ist, wie von Simplon gewohnt, sehr gut. Sämtliche verwendeten Komponenten sind von feinster Qualität und lassen somit lange Lebensdauer sowie beste Funktion erwarten. Die Schaltung ist weich und leicht über einen Drehschalter zu betätigen, die Abstufung ist gleichmäßig und ergibt ein gutes Gesamtspektrum für Berg und Tal. 
 
Wer hydraulische Bremsen nicht gewohnt ist oder gar nicht kennt, sollte sich erst einmal, obwohl sehr gut dosierbar, sehr vorsichtig und mit viel Gefühl an die Bremshebel wagen, vor allem in Kombination mit den breiten Big Apple Reifen. Die Verzögerung ist fulminant und wer die Bremsen in gewohnter Weise handhabt, findet sich eventuell schnell auf dem Oberrohr sitzend  wieder. Mit dem richtigen „Feeling“ bringt man das Kagu in  jeder Situation, bergab und voll beladen, sicher und schell zum Stehen.
 
Man fühlt sich schnell wohl auf dem Kagu, das Handling ist ausgezeichnet, auch mit voller Beladung. Tatsächlich erleben wir die verschiedenen „Rüttelpisten“ Wiens in ungewohnt gut gedämpfter Weise. Der Fahrkomfort lässt sich leicht über den Reifendruck einstellen, weniger Druck und starke Dämpfung in der Stadt, höherer Druck für Touren oder bei großer Zuladung. Dem Konzept entsprechend ist das Kagu ein Gleiter, ideal für den Stadtbummel, einen kurzen Ausflug oder gemütliche Touren. 
 
Das Kagu gibt es in insgesamt sechs Varianten, davon eine Heavy-Duty-Ausführung für Schwergewichte (Gesamtgewicht von max.160 kg). 
Empfohlener Preis unseres Testrads ( Kagu R2 ): € 1.179,–
Info und Händlernachweis: www.simplon.com
 

Technische Details:

Rahmen: Alu 7005 T6 SL doppelt konifiziert, nahtlos gezogen, SCS+ Technik, geschmiedete 3d Ausfallenden 45,47,51,55,59,62 cm
Gabel: Simplon F-2006 Alu-Gabel mit CroMo Gabelschaft
Bremsen: Magura HS-11 Hydraulik Felgenbremse
Lenker: Simplon Hi-Beam
Vorbau: Simplon MB 3
Schaltung: Shimano Nexus 8-Gang Nabe Premiun Version
Schalthebel: Shimano 8-Gang Drehschalter
Naben:  Shimano Deore LX /Nexus 8G
Reifen: Schwalbe Big Apple 26X2.35
Ständer: Hebie
Gewicht: 14,00 kg (Testrad inkl. Pedale, RH 51cm)
 

 

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