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Plus/Minus
Jahr:
2010
Ausgabe:
2
Klappbrücke
1., Urania
„…Es klappert die Brücke am stinkenden Fluss…“, könnte es ab 2012 heißen: Anstatt vom rechten Donaukanal-Ufer bergauf zu strampeln und dann wieder bergab Richtung 3. Bezirk zu fahren, soll es eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer über den dort einmündenden Wienfluss geben, die aber als Klapp-Konstruktion gestaltet werden muss, weil dort fallweise Donaukanalschiffer die Kurve kratzen müssen… Für das Projekt sind englische Planer geholt worden. Strandbar Hermann-Betreiber werden sich über die direkte Zufahrt freuen…
Monsterbauwerk
1., Franz Josephs Kai
Die neue Schiffsanlegestelle erinnert fatal an das „Röhrenwerk“ auf dem Praterstern… Ob die um sich greifende „Remasuri“-Vermarktung nicht eine weitere Beeinträchtigung des Radverkehrs darstellt, wird sich erst weisen.
Nebenbei: Schön langsam wäre es an der Zeit, den Gehsteig-Radweg, neben der bis zu 5 Spuren breiten „Raser-Einbahn“, zu überdenken und dem Autoverkehr die eine oder andere Spur wegzunehmen und den Fußgängern ihren Gehsteig wieder zurückzugeben!
Neue Fuzo
7., Myrthengasse
Eine Einbahn wurde zur Fußgängerzone… Radfahren ist erlaubt: eine Korrektur der „Schrittgeschwindigkeit“, die Fahrzeuge – darunter fällt natürlich auch das Fahrrad – auf eventuell „doppelte Schrittgeschwindigkeit“ oder 10 km/h wird in der „kakanischen“ Arbeitsgruppe im BMVIT diskutiert (siehe auch Österreich-Seite 24, StVO-Änderung).
City-Maut abgelehnt
Ganz Wien
Und wie geht es weiter nun weiter? 200.000 Autos fahren täglich von NÖ und dem Burgenland nach Wien ein, in den meisten sitzt nur eine Person drinnen…
Weniger Autoverkehr würde auch dem Radverkehr zu Gute kommen: In diesem Sinne ist auch der „grüne“ Vorstoß durch Gemeinderat Rüdiger Maresch nützlich, nämlich der Forderung nach Anrainer-Parkplätzen. Allzuviele „WUTU’s“ (Wien-Umgebung/Tulln) verstellen im Zuge ihres Pendlerverhaltens ganze Straßenzüge und verärgern damit auch (schwarze) Bezirksvorsteher. Warum das Rathaus auf diese Idee nicht aufspringt – u. a. gibt es das in Innsbruck – ist eines von etlichen Wiener Polit-Rätseln!?
ÖBB - Njet
15., Europaplatz
Die ÖBB will keine Fahrräder in der Halle des Westbahnhofes und verbietet die Zufahrt zum Bahnhofsvorplatz! RadlerInnen werden sich aber ohnedies diesen Weg suchen! Dazu kommt noch, dass ab 2011 hier der „Kopfbahnhof“ für die „Neue Westbahn“ ist (siehe auch S. 28/29).
Rad-Highway & Cable-Liner
10.,/ 14. Bezirk
Abgesehen von den Anglizismen: Ein Projekt fragwürdiger als das andere… Beide Absichten sehen verdächtig nach Prestige-Projekten von Politikern aus! Noch heuer soll der 3,5 km lange Geh- und Radweg im Wienflussbett um 5,3 Millionen Euro gebaut werden, das sind stolze 1,5 Mille für einen Kilometer Radweg! Um dieses Geld hätte man einige Hauptverkehrsstraßen mit roten Teppichen für den Radverkehr ausstatten können!
Einmal so, dann wieder so...!
14., Cumberlandstraße
Radfahren gegen die Einbahn zwischen Einwanggasse und Ameisgasse. Einst der „Aufreger“ in Wien… nun fast akzeptiert; etliche Bezirke sind aber noch immer säumig in der Umsetzung!
19., Kreindlgasse
„Radfahren gegen die Einbahn“ fehlt von der Hardtgasse, wo es Radstreifen gibt, zur Pyrkergasse: das ist ein Wunsch eines anrainenden Radlers. Aber: Bezirksvorsteher Tiller zeigt sich an einer Lösung uninteressiert… dem Rathaus ist dies „wurscht“!
Umgestaltung
22., Erzherzog-Karl-Straße
Der doch ziemlich stark befahrene Abschnitt von der Stadlauerstraße bis zur Aspernstraße soll umgebaut werden, eigentlich auch für die Anlage von „Mehrzweckstreifen“. ARGUS hat sich für entsprechende Breitenmaße ausgesprochen... 1,50 m neben Parkspuren genügen sicher nicht!! Statt 3,00 m Fahrspuren könnte 2,70 m markiert werden: die „gewonnenen“ 0,6 m können einem Sicherheitsstreifen zugeschlagen werden...
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