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Radabstellanlagen ÖV-Haltestellen
Die Kombination von Fahrrad und leistungsfähigen öffentlichen Verkehrsmitteln ist eine sehr effiziente und attraktive Transport-möglichkeit. Das Potenzial ist aber durch die verbesserungswürdigen Bike+Ride-Anlagen bei weitem noch nicht ausgeschöpft.
Oft zu wenig Radabstellplätze
An den wenigsten Stellen reicht die Zahl der Abstellanlagen aus. Eine Folge ist, dass die Räder überall wo möglich befestigt werden, an Leuchtmasten, Gittern, Sitzbänken u.s.w., wo sie oft im Weg für die Fußgänger sind. Außerdem ist so eine Befestigung meistens kompliziert und das Fahrrad steht manchmal nicht stabil.

Ausreichend Radabstellplätze zu errichten, ist eine sehr wichtige Maßnahme für die Radverkehrsförderung.
Probleme mit Vandalismus und Diebstahl
Als einer der Hauptgründe das Fahrrad bei der Fahrt zur ÖV-Haltestelle NICHT zu benützen wird die Problemantik von Vandalisums und Diebstahl angeführt. Manche haben nach mehreren devastierten oder gestohlenen Fahrrädern das Bike+Ride aufgegeben. Andere mussten sich für die Fahrt zur ÖV-Station ein altes Zweitfahrrad anschaffen, haben aber im Wohnhaus Probleme mit der Aufbewahrung der Fahrräder.
22., U1-Haltestelle Zentrum Kagran. Hintere, schlecht beleuchtete Radabstellanlage. Hier haben Vandalen Zeit und Ruhe gehabt, das Fahrrad zu "schlachten". Es ist zweifelhaft, ob sich die/der EigentümerIn jemals wieder trauen wird, mit dem Fahrrad zur U-Bahn zu fahren.
Einsehbarkeit, Beleuchtung und Überdachung
Da die Fahrräder bei ÖV-Haltestellen oft bis spät in die Nacht oder sogar mehrere Tage lang abgestellt werden, ist es sehr wichtig, dass die Abstellplätze gut einsehbar und gut beleuchtet sind. Aus diesem Grund sollte die Radabstellanlage so nahe wie möglich an der Haltestelle/am Ausgang platziert werden. Wenn FahrerInnen und Fahrgäste die geparkten Fahrräder im Blickfeld haben, ist die Hemmschwelle für Diebe oder Vandalen erheblich höher.
21., Franklinstraße (U6-Endhaltestelle Floridsdorf). Eine Radabstellanlage, die alle Anforderungen erfüllt. Bügel zum Befestigen der Räder sind vorhanden. In der Nacht ist der Ständer sehr gut beleuchtet. Die Überdachung schützt das Fahrrad vor Nässe und der Radfahrer hat die Gewissheit, dass er sich immer auf einen trockenen Sattel setzen kann.
21., Franklinstraße (U6-Endhaltestelle Floridsdorf). Ein zusätzlicher, nicht zu unterschätzender Vorteil: Fahrgäste und FahrerInnen der Linien 28A und 29A haben den Ständer im Blickfeld, was auch das Vandalismusrisiko erheblich senkt. So sollten alle Radständer konzepiert werden.
Polizeipräsenz und Videoüberwachung
Als notwendige Ergänzung zu den oben erwähnten Maßnahmen sind regelmäßige Polizeistreifen bei den Radständern erforderlich. Eine Videoüberwachung würde auch vor allem den organisierten Fahrraddiebstahl erheblich erschweren. Durch die öffentliche Sensibilität ist jedoch Videoüberwachung sehr problematisch zum Einsetzen. Dabei könnten die Radfahrer, die nicht videoüberwacht werden wollen, das Fahrrad ganz einfach außerhalb der Reichweite der Kameras aufstellen.
Entfernung zwischen Radständer und ÖV-Station
Je näher der Radständer zum Eingang der ÖV-Station platziert ist desto besser. Durch Beobachtungen wurde festgestellt, dass eine Entfernung bis zu 50 m für die meisten Pedalritter problemlos in Kauf genommen wird. Steigt die Entfernung, nimmt die Akzeptanz drastisch ab und eine Radabstellanlage die 100 m oder mehr Abstand von der ÖV-Haltestelle hat wird nicht mehr akzeptiert.
Bei der Radabstellanlage U6-Haltestelle Floridsdorf/Franklinstraße beträgt die Entferntung zum Eingang etwa 60 m.
Auf dieser Seite gibt es eine detaillierte Bewertung verschiedener Fahrradständer-Typen.
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