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Hohe Tatra, faszinierende Gebirgslandschaft


By Andrzej Felczak - Posted on 18 Oktober 2010

Radreise Hohe TatraImposante unvermittelt aufragende Felsen, glasklare Bergseen, wild romantisch plätschernde Wasserfälle und eine intakte Natur locken Jahr für Jahr Aktivurlauber in Europas „Mini Alpen“.
 
Radreise Hohe TatraDie Hohe Tatra ist eines der kleinsten Hoch-gebirge Europas und bildet die Grenze zwischen Polen und der Slowakei. Steile Fels-wände bestimmen hier das Landschaftsbild und der höchste Gipfel ist die Gerlsdorfer Spitze mit 2.655 m. Die Waldgrenze liegt schon bei ca. 1.550 m, sodass man den Eindruck hat, sich im hochalpinen Gelände zu bewegen. Das gesamte Gebiet der Tatra wurde schon im Jahre 1954 zum grenzüberschreitenden Nationalpark mit strengen Auflagen erklärt. Die Bergwelt ist in Ordnung und der Tourismus verläuft in geregelten Bahnen, was die über 50 freilebenden Braunbären bestätigen.
 
Dieses landschaftlich reizvolle Gebiet war Ziel der 4-tägigen ELITE Radreise „Mit dem Rad rund um die Hohe Tatra“. Insgesamt hatten vierzig Radlerinnen und Radler zwischen 14 und 76 und mit unterschiedlichster Kondition die Idee, bei dieser Unternehmung teilzunehmen und ich fragte mich: “Worauf habe ich mich da eingelassen und wie soll das funktionieren?” Den Kopf voller Gedanken radelte ich mit dem Gepäck zum Treffpunkt. Zu meinem Erstaunen begrüßten sich die Teilnehmer, als ob sie schon lange Freunde wären und alles lief sehr stressfrei ab. Mein Fahrrad wurde mir von hilfreichen Händen abgenommen, der Lenker sorgsam in roten Plüsch eingepackt und fachgerecht im Radanhänger verstaut.

1.Tag: Sucha Hora – Zakopane

Die Elite Radgruppe packt ihre Räder aus und fährt losNach einer kurzen Busfahrt über Bratislava und entlang der Flüsse Vah und Orava erreichten wir bereits kurz nach Mittag den Grenzübergang „Sucha Hora“, Ausgangs-punkt unserer Tatra-Runde. Wir wurden in drei etwa gleich große Leistungsgruppen (blau, lila und rot) aufgeteilt, jede mit einem eigenen Führer.
 
Als erstes Ziel stand das westlich von Zakopane liegende Tal „Dolina Chocholowska“ am Programm. Entlang des 8 km langen Weges trafen wir auf viele Wanderer, die genau wie wir die 1.148 m hoch liegende Chocholowska-Alm erreichen wollten. An der Almhütte prangt eine Gedenktafel, dass sich hier im Jahr 1983 Papst Johannes Paul II und Lech Walesa getroffen haben. „Bacowka’s“ (kleine Holzhütten), die noch heute zur Produktion von Käse genutzt werden, säumen den Wegrand. Bei der Rückfahrt ließen wir uns die Chance nicht entgehen, den traditionellen geräucherten Schafskäse, „Oscypek“, zu kosten.
Unsere Radgruppe in Zakopane
In den Sommermonaten ist Hochsaison in Zakopane und tausende von Halbschuh-Touristen bevölkern die leichten Wanderrouten. An sonnigen Tagen bilden sich lange Menschenschlangen vor der Talstation der Gubalowka-Bergbahn, keiner will sich den schönsten Ausblick auf das Panorama der Tatra entgehen lassen. Da mir das Warten keinen Spaß machte, genoss ich lieber die einstündige Fußwanderung zum Aussichtspunkt.
 
Abends trifft sich jeder in der Krupowki, der Flaniermeile von Zakopane, wo eine Unzahl an Restaurants regionale und internationale Kost bieten. Unsere Wahl fiel auf das im Stil einer traditionellen Tatra-Holzhütte eingerichtete „Sabala“, serviert werden lokale Spezialitäten wie „Pierogi“, Räuberfleisch oder Forelle in geschnitzten Holztrögen. Für beste Laune sorgte ein kühles Glas des polnischen Biers Zywiec und eine regionale Vier-Mann-Kapelle versetze uns in feierliche Stimmung.

2.Tag: Zakopane – Tatranska Kotlina – Strbske Pleso

Blauer wolkenloser Himmel, sieben Grad kalte Luft und strahlende Sonne erwartete uns zu Beginn des zweiten Tages. Es sollte die anstrengendste Etappe der Tour werden. Von unserem Hotel Helios fuhren wir nochmals über die Krupowki und blieben kurz bei der romantischen Holzkirche im Zakopane-Stil in Jaszczurówka stehen.
Ausblick auf Zakopane und die Hohe Tatra
Danach ging es leicht aber stetig bergauf bis wir Polens höchstgelegene Gemeinde Bukowina Tatranska erreichten, von wo wir einen wunderbaren Ausblick auf Zakopane hatten.

Schon freuten wir uns auf eine rasante Abfahrt ins Tal des „Weißen Wassers“, doch leider machte uns eine kilometerlange Blechkolonne einen Strich durch die Rechnung. Unzählige Touristen wollten das schöne Wetter ausnützen und eine Wanderung zum Morskie Oko, dem bekanntesten Bergsee der Tatra, machen. Zum Glück waren wir mit dem Rad unterwegs und so konnten wir die Blechlawine einfach überholen statt drei Stunden im Stau zu stehen. Es machte mir riesen Spaß die langen Gesichter der Automobilisten zu beobachten, als wir vorbei rollten. Bei der Weiterfahrt konnten wir das grandiose Panorama der Hohen Tatra bewundern und ohne weitere Verzögerungen erreichten wir Tatranska Kotlina. Um sich die lange Auffahrt nach Strebske Pleso zu ersparen, stieg die blaue Gruppe in den ELITE Radbus während Lila und Rot nach einer kurzen Stärkung weiterradelte.
Der Slovakische Wintersportort Strebske Pleso - unser zweites Tagesziel
Wir fuhren stetig bergauf auf einer guten und relativ wenig befahrenen Straße, passierten Tatranska Lomnica und Stary Smokovec während das Vah-Tal immer tiefer sank, bis wir unser Tagesziel, den Wintersportort Strbske Pleso erreichten. Unser Radführer hatte das Tempo gut gewählt, sodass wir gemeinsam unterwegs waren aber zügig vorwärts kamen.
Trotz des anstrengenden Tagesprogrammes unternahmen wir noch bei Sonnenuntergang einen ausgedehnten Spaziergang rund um den Tschirmer Bergsee, wo sich der aufgehende Mond im glatten Wasser des Sees spiegelte.

3.Tag: Strbske Pleso – Ruzomberok

Solikom Hütte - ein Ausflug in die Hohe TatraBevor wir uns wieder auf die Räder schwangen, fuhren wir mit dem Sessellift zur Solikom Hütte. Weiter ging es zu Fuß ins Tal „Mlynicka Dolina“, wo sich ein Fenster in die wunderbare Bergwelt der Hohen Tatra öffnete. Zurück vom Berg erwartete uns eine schier endlose Abfahrt nach Liptovsky Mikulas (St. Nikolaus).
 
 
Liptovsky Mikulov - ein sehr schöner Platz zum MittagessenNach einem gemütlichen Mittagessen am schönen Hauptplatz radelten wir weiter entlang des Liptauer Stausees, wo eine kurze Pause am Ufer so manchen Radler verlockte wenigstens die Zehen ins Wasser zu tauchen. Parallel zum rechten Ufer der Vah (Waag) verlief die Strecke nach Ruzomberok, das zwischen den Bergen der Niederen Tatra und der Großen Fatra eingebettet liegt. Unsere Überraschung war sehr groß als wir erfuhren, dass auch die blaue Gruppe sich entschieden hatte die gesamte Strecke mit eigenen Kräften zu bewältigen statt, wie vorgesehen, einen Teil mit dem Bus zurückzulegen. Das zentral gelegene Hotel Kultura mit dem Atrium war das schönste, was wir bisher erlebt hatten. Bei einem Bummel durch die Altstadt beeindruckte uns besonders die auf einem Hügel liegende St. Andreakirche.

4.Tag: Ruzomberok – Martin

Mittlerweile lief das Verladen des Gepäcks mit großer Routine und auch das obligatorische Abschiedsfoto im Licht der aufgehenden Sonne war schnell geknipst.
Die letze Etappe nach MartinNach kurzer Fahrt erreichten wir den Punkt, wo sich unser Kreis rund um die Hohe Tatra geschlossen hat, und zwar bei der Mündung der Flüsse Orava und Vah bei Kralovany. Am Ende der Tagesetappe von 42 Kilometern kamen wir in Martin an.
 
 
Flossfahrt auf der VahAls touristische Draufgabe stand zum Abschluss noch eine Fahrt durch das Flusstal von Vah bei Strecna am Programm. Auf drei etwas wackeligen Flößen legten wir los und die knapp vorbeidriftenden Klippen und das hineinspritzende Wasser verunsicherte uns zuerst. Die professionelle Arbeit der Flößer und die wunderbare Landschaft ließ uns aber alles andere bald vergessen und wir genossen die Fahrt in vollen Zügen. Manchmal wild, sonst großteils ruhig verlief die 12 Kilometer lange Fahrt durch die Schlucht, über der die Burgruinen von Strecno thronen. Damit war die letzte Etappe einer abwechslungsreichen und von Eindrücken reichen Reise vollendet.
In den vier Tagen legten wir 239 Radkilometer zurück und erradelten 2.330 Höhenmeter. Wir hatten uns zu einer tollen Gemeinschaft entwickelt, sodass wir uns mit dem aufrichtigen Wunsch – „uns bald wieder zu sehen“ verabschiedeten. Aber wie heißt es: aufhören, wenn es am schönsten ist!
 
Info über den Reiseveranstalter: http://www.eliteradtours.at/.
Detailinfo zu dieser Tour als Adobe PDF: http://www.eliteradtours.at/TourenPdf/10ert0819.pdf

Hoert sich richtig gut an, habe noch nie daran gedacht, die Hohe Tandra als Urlaubsziel zu erwaegen, aber ja, man moechte doch fuer alles offen sein. Kann mir jemand sagen, zu welcher Jahreszeit man diese Gegend besuchen sollte? Ich denke mir, das Klima ist wohl wie bei uns. Wann ist es am waermsten in den Sommer Monaten?

 

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befinden auf dem selben Breitengrad und dieselbe Seehöhe und sind vom Klima sehr ähnlich.
Das bedeutet, dass in Juli und August die Temperatur so um etwa 20 Grad beträgt.
 

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