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Radfahren gegen den Klimawandel
Thema Klimagipfel: Auf der Suche nach den schnellen Maßnahmen gegen den Klimawandel könnte eine deutliche Erhöhung des Radverkehrsanteils eine signifkante Reduktion beim Energieverbrauch des Binnenverkehrs bewirken.
Das Kyoto-Ziel wird derzeit im Bereich Verkehr am weitesten verfehlt. Da der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur vergleichsweise wenig kostet und mit einem Bruchteil der Kosten von Projekten für den Kfz-Verkehr und den öffentlichen Verkehr wesentliche Verbesserungen beim Radverkehr erzielt werden können, ist dieser Quantensprung für den Radverkehr unverzüglich einzuleiten.
Enormer Energiebedarf für PKW-Kurzstreckenfahrten
Zwei Drittel aller Wege in der Stadt sind kürzer als 5 km, 50 % kürzer als 3 km. Es ist absurd, mit dem Pkw regelmäßig für diese kurzen Wege das 20-fache des durchschnittlichen Eigengewichtes des Menschen in Bewegung zu setzen. Dafür ist ein enormer Energiebedarf notwendig, der beim 50-fachen der Fortbewegung mit dem Fahrrad liegt. Daher sollten vor allem jene Pkw-Wege verlagert werden, für die kein objektiver Grund zur unbedingten Verwendung des Pkw vorliegt, das sind laut Studien bis zu 40 % aller Auto-Wege. Allein aus diesem eklatanten Unterschied des Energieverbrauches besteht seitens der Politik dringender Handlungsbedarf, den Radverkehr intensiv zu fördern und dieses offensichtliche Einsparungspotenzial viel intensiver als bisher zu nutzen.
Wie viel Energie wird mit den unterschiedlichen Verkehrsmitteln verbraucht?
Gerade auf kurzen Strecken brauchen Kfz besonders viel Treibstoff. Mit 10 l pro 100 km muss man auch heute noch rechnen, das ergibt umgerechnet 1,00 kWh/km.
Grafik: Energieverbrauch in kWh pro 100 km
Beim Öffentlichen Verkehr (ÖV) wird in der Literatur ein Wert angegeben, der bei rund 20 % des Wertes des MIV liegt, also etwa 0,20 kWh/km. Beim Fahrrad beträgt der Energiebedarf bei 15 km/h Fahrgeschwindigkeit lediglich 0,02 kWh/km!
Die Hochrechnung, ausgehend von den Weglängen und der Anzahl der Wege im Jahr 2001 (Verkehrserhebung 2001) ergibt beispielsweise für Linz folgendes Bild: Eine Verdoppelung des Radverkehrs würde den Energieverbrauch des Verkehrs um ca. 11 % reduzieren.
Wie soll eine Stärkung des Radverkehrs konkret erreicht werden?
Dieses ambitionierte Ziel soll mit einem Schwerpunkt-programm zur Errichtung von Radverkehrsanlagen und der Ausnutzung aller Maßnahmen der Radverkehrs-förderung und einer wesentlich verstärkten Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden. Dies müsste deutlich über das bisher gesetzte Niveau hinausgehen. In vielen österreichischen Städten waren die in den letzten Jahren eingesetzten finanziellen Mittel für den Radverkehr jedenfalls viel zu gering, um stärkere Verkehrsverlagerungen zu erzielen.
Lukas Beurle
Initiative FahrRad OÖ
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"Als Gegenmodell zur autoorientierten Stadt wurde von Kritikern konzeptionell schon lange die kompakte, nutzungsgemischte „Stadt der kurzen Wege“ propagiert. Die Hoffnungen einer solchen Konzeption bündeln sich im Konzept von der Nahmobilität, die als nachhaltig, menschenfreundlich, urban verstanden wird. In den politischen Leitbildern hat sie ihren Platz schon lange gefunden. In der Realität des politisch- planerischen Handelns dagegen spielt sie eine erschreckend kleine Rolle. Noch dominiert autofixiertes Business as usual."
Interessante Aspekte über Nahverkehr und seine Chancen auf der Homepage von Umkehr e.V.:
http://www.umkehr.de/Verkehrsplanung/Chancen-der-Nahmobilitaet.html