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Donaustadt – Bilanz 2009 und Ausblick 2010


By Andrzej Felczak - Posted on 07 Februar 2010

Josef Taucher - BVStV DonaustadtDie flache Topographie in der Donaustadt ist ideal zum Radfahren, aber die nicht optimalen Radfahr- und Radabstellanlagen haben bisher die Ausschöpfung des Potenzials dieses umweltfreundlichen Verkehrsmittels nicht erlaubt.
Große Teile der Donaustadt bestehen aus weitläufigen und verstreuten Siedlungen von Einfamilienhäusern oder kleinen Mehrfamilienhäusern, was eine gute Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln unfinanzierbar macht. Die Folge ist bekannt, sehr viele Donaustädter fahren mit dem Auto und täglich gibt es auf den Hauptstraßen Staus. Hier bietet das Fahrrad eine ausgezeichnete Alternative.
Donaustadt - Bezirksvorsteher Stellvertreter Josef TaucherDem Donaustädter Bezirksvorsteher Stellvertreter Josef Taucher ist der Radverkehr von Anfang seiner Amtszeit an ein Anliegen gewesen und jetzt werden viele der Ergebnisse seiner Bestrebungen realisiert. Unterstützt durch das Know-How und den Analysen der ARGUS und der Radagenda 22 sind viele Verbesserungen realisiert worden, noch mehr werden im Jahr 2010 fertig gestellt.
 
 
 
BVStV Taucher: „Alle aufgezählten Maßnahmen unterstützen das Konzept der attraktiven Kombination von Radverkehr und öffentlichem Verkehr (Bike and Ride) und verfolgen das Ziel, die Zahl der RadfahrerInnen im Bezirk zu steigern und die Donaustadt zu einem RadlerInnen-Musterbezirk zu machen.“
 
Wir freuen uns, eine gemeinsame Bilanz und einen Ausblick präsentieren zu können und hoffen auf eine weitere, gute Zusammenarbeit.
 

BVStV Taucher: 1000 Radbügel für die Donaustadt

Radständer -  gebaute Einladungen zum Radfahren
Für die Jahre 2008, 2009 und 2010 habe ich mir das Programm 1000 Radbügel für die Donaustadt vorgenommen. Im Jahr 2009 haben wir noch nie da gewesene 250 Radbügel aufgestellt. Gemeinsam mit den SPÖ-Sektionen, der ARGUS, der Radagenda 22 und den BezirksrätInnenen haben wir die wichtigsten neuen Standorte erhoben.
 
Aufstellorte neuer Radabstellanlagen
Friedhöfe: Ältere Personen kommen oft mit dem Fahrrad, um die Gräber ihrer Lieben zu pflegen und haben am Gepäckträger Gießkanne und Kerzen mit. Daher ist es ganz wichtig, dass es Abstellplätze gibt, wo man sein Rad sicher abstellen kann. Abstellplätze für die Friedhöfe der Donaustadt sind bereits eingereicht und sollen im Jahr 2010 errichtet werden.
Bei Ärzten: In der Esslinger Gartenheimstraße haben wir vor der Praxis einer Allgemeinmedizinerin Radabstellplätze geschaffen, um auch schon beim Besuch des Arztes selbst was für die Gesundheit zu tun – nämlich hinradeln, wenn es gesundheitlich möglich ist.
Neue Radabstellanlage Schule Lorenz-Kellner-GasseVor Schulen - z.B. Heustadlgasse, VHS 22, Bernoullischule, Prinzgasse, Am Langen Feld (Bild), Theodor Kramer Straße -  wurden neue Radbügel aufgestellt.
 
 
 
 
 
Beim Kulturstadl: Auch bei den tollen kulturellen Veranstaltungen im Esslinger Kulturstadl kommen immer mehr BesucherInnen mit dem Rad. Dem haben wir Rechnung getragen und beim Eingang zum Jazzpark von Seiten der Colerusgasse eine Radabstellanlage, direkt an der Radroute Colerusgasse, errichtet.
 

Bike and Ride – eine ideale Kombination in der Donaustadt

Eine dichte Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, so wie in den inneren Bezirken, ist wegen der Weitläufigkeit des Bezirks unfinanzierbar.
U2-Verlängerung - Vergleich Einzugsbereiche für Fußgänger und Radfahrer
Bild: neue U2-Stationen - Vergleich Einzugsbereiche fur Fußgänger (kleiner Kreis) und Radfahrer (großer Kreis, je U2-Station unterschiedlich gefärbt)
Hier ist Bike and Ride eine ideale Kombination. Mit Fahrrad sind die Menschen bereit bis zu 1.500 m zur ÖV-Haltestelle zu fahren, was verglichen mit dem zu Fuß gehen eine Verzehnfachung des Einzugsbereiches bedeutet. Die vielen Einfamilienhäuser bieten im eigenen Garten auch sichere und bequeme Abstellmöglichkeiten für das Rad.
 
BVStV Taucher: Die Kombination von Radfahren und öffentlichem Verkehr ist mir ein besonderes Anliegen, weil wir damit viel zur Reduktion von
Schadstoff- und Lärmemissionen beitragen, und gesund ist es obendrein mit dem Rad zu fahren.

 

U2-Verlängerung – 900 Fahrradabstellplätze geplant

Besonders die U2-Verlängerung bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, viele neue Fahrgäste kostengünstig dazuzugewinnen. Bei den fünf in Errichtung befindlichen U2-Stationen sind insgesamt 900 Radabstellplätze - davon 650 wettergeschützt unter dem U-Bahn-Tragwerk - vorgesehen.
U1-Station Kagraner Platz
Bild - U1-Station Kagraner Platz. Auch hier hat die ARGUS mitgearbeitet
Die ARGUS hat sich frühzeitig in die Planungsphase eingebracht, auf den Bedarf hingewiesen und genaue Schätzungen der erforderlichen Radabstellplätze durchgeführt. Wir haben auch bei der Detailplanung mitgearbeitet, um die Radabstellanlagen möglichst praxisgerecht zu gestalten, und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, dass die geplanten Radabstellanlagen von den Radfahranlagen gut erreichbar sind.
 

U2-Stationen – neue Radverkehrsanlagen zur Anbindung

Ebenso wichtig ist die Zufahrt zu den neuen U2-Stationen und auch hier sind viele Maßnahmen vorgesehen.
Im Zuge der Errichtung der U2 werden Radwege/Mehrzweckstreifen in der Neuhaufenstraße/Kaisermühlenstraße (Höhe U2-Station Stadlau) errichtet. Auch entlang der U2 zwischen den Station Stadlau und Hardeggasse wird der Revisionsstreifen als komfortabler, 3 m breiter, Radweg ausgelegt. Dieser Radweg wird einen wichtigen Lückenschluss zwischen dem Radweg Langobardenstraße und der Donaustadtstraße/Untere Alte Donau darstellen.
Einige der Radverbindungen haben noch kein Anschluss an das restliche Rasverkehrsnetz. Wir hoffen aber, dass als nächster Schritt das Schließen der Lücken, wie z.B. zwischen der Stadlauer Straße/Erzherzog-Karl-Straße und der U2-Station Stadlau, in Angriff genommen wird.
 
BVStV Taucher:
Der Radweg von Stadlau (Genochmarkt) über die Erzherzog-Karl- Straße bis Aspern/Oberdorfstraße mit Anbindung an die U2 Station Aspernstraße ist fertig geplant und soll laut Fachdienststellen bis zur Eröffnung der U2 im Oktober 2010 fertig gestellt sein.
 
Ebenfalls haben wir alle Vorkehrungen getroffen, dass der Mehrzweckstreifen Aspernstraße  bis zur Eröffnung der U2-Station Aspernstraße errichtet wird. Damit kann von Eßling über den Radweg bis Aspern, Haberlandgasse und Aspernstraße die U2 Endstelle direkt mit dem Rad erreicht werden bzw. man hat eine lückenlose Radverbindung bis Hirschstetten mit Anbindung der neuen Wiener Mittelschule am Contiweg.
 
Der geplante Mehrzweckstreifen Quadenstraße wird, sobald die Witterung im Frühjahr 2010 das Aufbringen von Markierungen auf die Fahrbahn zulässt, errichtet.
 

BVStV Taucher: Radständer an Busstationen

Die Benützung des Fahrrads als Verkehrsmittel ist in allen Altersgruppen sehr beliebt, weshalb eine Kombination zwischen Rad und öffentlichem Verkehr, beispielsweise bei der stark frequentierten Bushaltestelle des 26 A Kirschenallee, ein wichtiger Impuls zur Stärkung des Radverkehrs darstellt.
Aufgrund des anhaltend hohen Bedarfs wurde die Bike & Ride Anlage weiter ausgebaut, so dass dort nun 38 Bügel für insgesamt 76 Fahrräder zur Verfügung stehen.
 
Bushaltestelle 26A - Lannestrasse. Bike and Ride wird in der Donaustadt gerne praktiziertDies war aber nur der erste "Streich". An der Linie 26A sind einige Bike and Ride Stationen schon umgesetzt, wie z.B. die drei Stationen der Esslinger Hauptstraße Höhe 128 und 161 und 192 und weitere beschlossen.
 
 
 
 
Bild: Bushaltestelle 26A Lannestraße - hier wird schon heute Bike and Ride gerne praktiziert
Zusätzliche Radbügel werden noch im Rahmen meiner „1000 Radbügel für die Donaustadt“ Aktion aufgestellt, damit das Radfahren in der Donaustadt noch attraktiver wird.
 
Unter folgender Tag können Sie alle Beiträge über die Donaustadt auf der ARGUS-Homepage abrufen.
 

    

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