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Verparkte Radfahranlagen
Welcher Radfahrer kennt die Situation nicht: auf dem Radweg oder dem Mehrzweckstreifen steht ein illegal abgestelltes Fahrzeug und blockiert die Weiterfahrt. Ein Weiterkommen ist nur durch ein waghalsiges und riskantes Umfahrungsmanöver möglich. Kein Wunder, dass der Adrenalinspiegel in den roten Bereich steigt.

18. Hardtgasse, Mehrzweckstreifen. Diplomaten glauben, sie dürfen alles!
Ärgern hilft aber nichts und es gibt vieles, was man als Radfahrer machen kann, um die Situation zu verbessern.
Mit dem Fahrer sprechen
Vielen Autofahrern ist gar nicht bewusst, dass sie Radfahrer behindern. Hier hilft oft ein kurzes, sachliches Gespräch.
Zettel hinterlassen
Autofahrer auf ihre Fehler hinzuweisen ist nicht jedermanns Sache. Außerdem reagieren manche Autofahrer gereizt, wenn man sie darauf hinweist, dass sie ihr Fahrzeug nicht StVO-konform abgestellt haben. Oft ist auch der Fahrer nicht anwesend. In diesen Fällen kann eine Nachricht hinterlassen werden.
Die ARGUS hat ein Dokument zum Ausdrucken vorbereitet.
Klebepickerl anbringen
Der Klassiker unter den Verparkungs-Prophylaxen. Kann auf Glasflächen angebracht werden und, ohne jeglichen Schaden für das Fahrzeug, mit etwas Wasser wieder entfernt werden. Daher keine Sachbeschädigung. Diese Pickerln gibt es im ARGUS-Shop um 1 Euro für 50 Stück zu kaufen.
Foto machen und ins Internet auf "My BikeLane Vienna" stellen
Viele Autofahrer würden nicht mögen, dass ihre Gesetzesübertretungen, einschliesslich das KFZ-Kennzeichen, ins Internet gestellt werden und das hat eine abschreckende Wirkung. Es muss jedoch berücksichtigt werden, dass laut österreichischem Recht eine Veröffentlichung, die eine Identifizerung ermöglicht, rechtliche Folgen mit sich ziehen kann.
Eine gänzlich ungefährliche Methode Autofahrer am Pranger zu stellen, ist aber die Homepage von My BikeLane Vienna.
My Bikelane Vienna wird aus den USA betrieben und unterliegt dem Recht der Vereinigten Staaten, da hat kein österreicher Richter Zugriff. Sie loggen sich anonym an und können nicht ausgekundschaftet werden.
Bei Firmenautos bietet es sich an, eine E-Mail an die Firma mit Link auf My BikeLane zu senden. Wir glauben, dass die meisten Firmenchefs wenig begeistert sind, wenn ihre Fahrzeuge öffentlich an den Pranger gestellt werden.
Polizei rufen
Bei ganz schweren Delikten oder wenn der Autofahrer uneinsichtig ist, besteht die Möglichkeit die Polizei zu rufen. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass die Polizei nicht immer sofort zu Stelle ist und dass sie nicht immer Verständnis für die Anliegen der Radfahrer hat. Diese Fälle bitte der ARGUS melden, wir werden sie mit der Polizei besprechen. In diesem Fall Ort, Datum, Uhrzeit und genaue Beschreibung des Verlaufs angeben.
Entweder 133 oder die nächste Polizeidienststelle anrufen. Hier können die Telefonnummern der Polizeidienststellen eruiert werden. Hier ein Beispiel für ein polizeilicher Einsatz beim Parken am Radweg.